Altbau-Türen lackieren

Die Türen werden immer zusammen mit den Türzargen beziehungsweise mit den Tür-Beleibungen lackiert. Hierzu sind ein paar wichtige Vorarbeiten nötig. Zuerst werden die Flächen und Möbel um die Türen mit Folie oder Papier abgeklebt. Wenn möglich, die Möbel und Teppiche aus den Zimmern entfernen, meist müssen zu den Türen ja auch die Fenster und Fußleisten mit lackiert werden. Aber wir bleiben vorerst bei den Türen.

Jetzt, wo alles sorgfältig abgeklebt ist, werden die Türen mit 80er (körnigen) Schleifpapier glatt abgeschliffen. Hier kann man ruhig einen Schwingschleifer zur Hilfe nehmen. Aber auf den Schleifstaub achten! Am besten einen Staubsauger an den Schwingschleifer anschliessen. Nach der Entfernung von alten Farbnasen und Farbgardinen (mehrere Farbnasen nebeneinander) sollte man die ganzen Türblätter nochmals mit einem 120er Schleifpapier nachgearbeitet. An den Kassetten-Rändern nicht vergessen mit einem scharfen Malerspachtel die Spannungsrisse aufzustossen und auskratzen.

Anschliessend wird mit Lackspachtel, der Altbau-Experte (hier im Foto) nimmt hier gerne einen 2 Komponenten Spachtel (der wird zwar schneller hart, aber das soll er ja auch), die ganze Tür fein gespachtelt. Wichtig ist hierbei, dass die Spalten der Türsteck-Elemente gut gespachtelt werden. Danach den Lackspachtel gut aushärten lassen. Hier macht sich die Verwendung des 2 Komponenten-Spachtels bezahlt: der Spachtel ist nach wenigen Minuten komplett ausgehärtet. Die Türblätter werden jetzt nochmals abgeschliffen, diesmal mit 240er Schleifpapier.

Jetzt kommt Acryl ins Spiel. Die aufgestossenen Ränder der Kassettenfächer werden nun mit Acryl verschlossen. Dabei auf einen gleichmässigen Auftrag vom Acryl achten. Diese Arbeit in einem Arbeitsschritt erledigen. Und hier nicht trödeln, den noch bevor der Acryl abbindet muss er am Ende noch mit einen Pinsel befeuchtet (Klares Wasser mit einen großzügigen Schuss Spülmittel) und dann mit dem Finger in der Fuge angeglättet werden. Überschüssiges Acryl mit einem sauberen Lappen aufnehmen.

Der Vorlack. Meist hat der Vorlack mehr Pigmente (deckt also besser ab) und enthält mehr Füllstoffe als der Schlusslack. Es gibt verschiedene Arten von Vorlacken, zum Beispiel Lacke auf Nitro-, Öl-, oder Wasserbasis. Aromatenfrei, wasserlöslich oder nur zum verfüllen, wie beim Autolackieren üblich (hier heißt der Vorlack sinnigerweise auch gleich „Füller“). Nach dem vollständigen Vorlackieren der Türblätter und der Türzargen mindestens 12 Stunden aushärten lassen.

Der Schlusslack. Nochmals die glatten Flächen der Türblätter und Türzargen mit 240er Schleifpapier (diesmal ganz vorsichtig mit der Hand) leicht abschleifen. Nicht zu stark, um den Vorlack nicht wider zu entfernen, aber konsequent genug um etwaige Unebenheiten zu beseitigen. Jetzt den Schlusslack auftragen. Gleichmässig in langen, fließenden Bewegungen. Der Vater des Altbaumeisters hat hier noch einen kleinen Tipp gehabt: Immer die Türinnenseite der Toilette besonders sorgfältig streichen, hier wird oft sehr lange raufgeschaut 🙂