Doch zunächst, was ist Altbau?

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Als Altbau wird ein Wohngebäude meist aufgrund seiner Beschaffenheit und Bauausführung  (der früheren Stilperioden zwischen 1835 und 1939 bis hin zu 1950) bezeichnet.
Hiermit ist im Wesentlichen die bis zum Zweiten Weltkrieg übliche Bauweise im Wohnungsbau gemeint, bei der typischerweise Mauerwerkswände, Holzbalkendecken, Holzfußböden und Kastenfenster verwendet wurden. Auch aufwendige Stuckateursarbeiten, Gibsornamente und die räumliche Aufteilung sind ein Hinweis für den Altbau. Bauten der „Gründerzeit“ oder auch des „Klassizismus“ sind typische Beispiele für den Altbau.
Bei der räumlichen Aufteilung gibt es z.B. regionale Unterschiede: der „Hamburger Knochen“ zeigt den Grundriß einer Wohnung, wo Empfangs- und Esszimmer vorne durch einen langen Flur von den Schlaf- und Wohnräumen hinten getrennt sind. In Berlin gibt es dagegen häufig das „Berliner Zimmer“, ein bei über Ecke gelegenen Wohnungen praktisches Verbindungszimmer zu den hinteren gelegenen Wohnräumen.Leider heute nicht mehr so praktisch, da dieses Zimmer meist drei Türen und nur ein kleineres Fenster zum Hof aufweist.

Beheizt wurde im Altbau immer mit Kohle/Holz-Heizöfen, die mit der Zeit verschwanden und moderneren Heizungsanlagen weichen mussten. Allerdings sind die Heizungszüge (innen liegende Ofenrohre) immer noch erhalten und sorgen in vielen Wohnungszimmern für die charakteristischen Ecken und Vorsprünge in den sonst geraden Wänden. Viele der sogenannten Züge werden inzwischen aber wieder reaktiviert, zum Beispiel wenn eine separate Gastherme eingebaut wird und die Abluft so bequem entsorgt werden kann.
Interessant ist auch, dass jede Wohnung in einem mehrgeschossigen Haus ihren eigenen Zug hat, sodass meist mehrere Züge neben einander liegen. Das erklärt auch die vier oder fünf Schornsteinrohre nebeneinander auf dem Dach des Altbaus.

Der späte Altbau ist der Beginn der Bauausführung von Betonwänden und -decken sowie Verbund- und Isolierglasfenstern und markiert deshalb allgemein das Ende der Altbauära und wird in Deutschland meist auf das Jahr 1949/50 datiert. In dieser Weise wird der Begriff unter anderem zum Beispiel auch im Berliner Mietspiegel benutzt. Der Begriff steht im Gegenstück zum Begriff des Neubaues. Mischbauformen werden gelegentlich auch als Altneubauten bezeichnet. Aber das ist eben kein klassischer Altbau mehr.

Der Autor (Altbaumeister) bewohnt seit 1976 eine knapp 80qm große Wohnung in einem Altbau (von 1903) im Stadtteil Eppendorf in Hamburg. Die Wohnung hatte damals Ofenheizung, wurde später mit Nachtspeicheröfen ausgestattet und verfügt jetzt über eine eigene Warmwasserheizungsanlage mit einer Gastherme. Der Fußboden aus Pitch Pine wurde 1994 komplett geschliffen und mit wasserlöslichen Lack versiegelt. Die Fenster wurden 1998 gegen moderne Isoglasfenster ausgetauscht, allerdings aus Holz mit den ursprünglichen Fensterstreben. Die Außenfassade wurde in der Zeit seit 1976 insgesamt dreimal neu gestrichen, zuletzt 2012. In diesem Jahr wurden auch die Balkone der Frontseite restauriert.

Tipps & Tricks vom Profi

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Hier eine Übersicht
der wichtigsten Tipps
und Tricks für die
erfolgreiche Renovierung
beim Altbau.

Soweit es sinnvoll erschien, haben
wir einzelne Themen verlinkt.

Diese Links sind an der fetten,
kursiven Schrift
leicht zu erkennen.

 

Bohrlöcher schnell wieder finden

Nach dem Versetzen eines Wandschrankes oder eines großen Regals bleiben manchmal unschöne Bohr- und Dübellöcher zurück. Diese können Sie kaschieren, wenn Sie sie nicht gleich zuspachteln wollen. Bei Bohrlöchern in Raufasertapeten nehmen Sie am besten ein Stück Watte, pressen diese in das Loch und betupfen die Stelle mit der passenden Farbe. Hier empfiehlt es sich, immer einen Rest Farbe in einem luftdichten Gefäß für solche Notfälle aufzubewahren. Auch Flecken, Kratzer oder andere unansehnliche Stellen sollten Sie mit Farbe betupfen. Grobe Pinselstriche fallen hier eher auf.

Wenn Sie eine Wand neu tapezieren wollen, aber Dübellöcher weiter nutzen wollen, dann markieren Sie diese doch mit kurzen Holzstiften (z.B. Streichhölzern), dann finden Sie die Löcher nach dem Tapezieren schnell wieder.

Bei eingerosteten Nägeln und Schrauben lohnt es sich, es mit etwas Öl zu versuchen. Tröpfeln Sie etwas Öl auf die betreffenden Nägel oder Schrauben und sie lassen sich leichter lösen. Sitzen Dübel zu fest und lassen sich nicht entfernen, dann probieren es doch mal mit einem Korkenzieher. Ansonsten hilft nur die radikale Methode: den Dübel oben abschneiden!

 Wegrutschen beim Bohren verhindern

Auf glatten Oberflächen gibt ein Stück Malerklebeband dem Bohrer den nötigen Halt. Und so kann man auf dem Krebband auch besser mit einem Bleistift seine optimale Bohmarkierung setzen. Unabhängig vom Untergrund hilft es, wenn man das angezeichnete Bohrloch mit einem Körner (eine Metallspitze) markiert. Die kleine Vertiefung  führt den Bohrer in die richtige Richtung. Wer keinen Körner zur Hand hat, kann auch einen Nagel oder ähnliches verwenden. Bei etwas schwierigen Materialien wie Fliesen oder Metall empfiehlt es sich, zuerst mit einem kleineren Bohrer vorzubohren.

Holzfussböden restaurieren

Alte Holzfussböden wieder zu restaurieren ist eine Sache für sich.

Am Anfang steht die Analyse: Lohnt sich der Aufwand? 

Mann sollte sich doch ehrlich fragen, ob sich der Aufwand von schleifen, versiegeln und lackieren überhaupt noch lohnt, oder eine komplette Neuverlegung von z.B. Laminat sinnvoller ist.

Aber wenn man das Ergebnis alter, zurechtgemachter Böden sieht, ist man in der Regel doch froh, mit der Arbeit begonnen zu haben.

Die Dielen bzw. das Parkett dürfen natürlich keinen Wurmfraß und keinen Hausschwamm haben. Sie sollten auch nicht zu stark schwingen und eine feste Verbindung zur unterliegenden, tragenden Konstruktion haben.

Fangen Sie zunächst damit an, fehlende Dielen aufzufüllen, denn die neuen Dielen werden gleich mit der ersten groben Körnung (16er) auf eine einheitliche Höhe mit abgeschliffen.

Dies geschieht mit einer Walzenschleifmaschine. Diese ist in Fachgeschäften zu leihen, oder man beauftragt gleich ein Unternehmen, das sich auf diese Arbeiten spezialisiert hat. 

Man beginnt mit der Einebnung des Bodens mit einen diagonalen Abschliff. Pro Bahn die Walzenschleifmaschine um eine halbe Bahn versetzen (ca. 10 – 12 cm). Erkennbare Nagelköpfe mit einem Senker gleich einschlagen und verschwinden lassen.

Es folgt nun ein weiterer Diagonalschliff in die andere Richtung (90 Grad). Die Ränder werden später mit dem Randschleifer nachbearbeitet. Zum Abschluss folgt das Tellerschleifgerät (Einscheibengerät)


Hier nun eine kleine Tabelle der einzelnen Arbeitsschritte:

Arbeitsgang             Gerät                              Körnung          Richtung

Schleifen (1.)             Walzen-/Randschleifer       16                      diagonal

Schleifen (2.)            Walzen-/Randschleifer        24                     diagonal

Schleifen (3.)            Walzen-/Randschleifer        40                     diagonal

Schleifen (4.)            Walzen-/Randschleifer        60                     diagonal

Schleifen (5.)            Walzen-/Randschleifer       100                    parallel

Schleifen (6.)            Einscheibenschleifer          100                    parallel

Grundieren              Grundlack auftragen

Nachschleifen          Einscheibenschleifer          120                     parallel

Lackieren                 Transparenter Fussbodenlack


Mit dem Einscheibenschleifer egalisieren Sie mögliche Schleifmuster der beiden vorherigen Maschinen. Und ganz wichtig ist: Immer gut Staubsaugen vor jedem neuen Arbeitschritt. Gerade vor dem finalen Lack besonders sorgfältig, eine neue Staubsaugertüte sollte hier drin sein.

Bei der Lackierung teilen sich die Geister. Die einen favorisieren einen wasserlöslichen Acryllack, die anderen bestehen auf den klassischen Kunstharzlack. Beide Varianten sind gut und belastbar. 

Alte Dübel entfernen

Alte Dübel müssen manchmal wieder entfernt werden. Entweder man benötigt das Bohrloch nicht länger, oder man hat sich schlicht und ergreifend „verbohrt”. 🙂

Hierzu nimmt man den Dübel mit einer Spitz-Zange vorsichtig am äußersten Ende auf und zieht dann den Dübel aus der Wand.

Leider klappt dies nur in den seltensten Fällen. Meist reist der Dübel an der Spitze ab oder bewegt sich keinen Millimeter. Ist auch normal. Schließlich soll er das ja auch.

Aber bevor man ein riesiges Loch hinterlässt, bei dem Versuch, den Dübel mit Gewalt zu entfernen, sollte man ihn lieber chirugisch sauber entfernen.

Hierzu braucht man nur einen handelsübliches Cuttermesser (siehe Foto).

Den Dübel vom äußeren Rand schräg einschneiden und dann kreisförmig circa 1-2 mm tief abschneiden. Wichtig hierbei darauf achten, dass die Schnittkante unterhalb der Wandfläche ist. Im Anschluß mit Füllstoff (z.B. Moltofil) zuspachteln.

Der Dübel bleibt zwar so zum größten Teil in der Wand, ist aber nach dem Spachteln nicht mehr zu sehen und zu ertasten.

Hinweis: Hier im Foto wird auch etwas Tapete mit abgeschnitten, ist aber nicht schlimm, da das entstandene Loch eh wieder zugespachtelt wird.

Innenwände gestalten

Kurz etwas über die Gestaltung von Innenwänden:
Wenn Sie Decke und Wände eines Raumes streichen wollen, sollten Sie ein paar Grundregeln beachten. Dann kommen Sie zu dem erwünschten Ergebnis..
Im allgemeinen werden matte Anstriche für Decken und Wände bevorzugt. In diesem Fall greifen sie zu einer Dispersionsfarbe.
Wünschen Sie hingegen für ihren Raum Seiden- oder Hochglanz, brauchen Sie Latexfarbe.
Als Faustregel beim Streichen gilt: Zuerst beginnen Sie mit der Decke, dann streichen Sie die Wände.

Und auch, dass Sie z.B. mit einer breiten Rolle schneller mit Ihrer Arbeit vorankommen, sollten Sie bei Ihrer Werkzeugauswahl beachten. Verschiedene Rollentypen gibt es hierfür im Fachmarkt.

Extra-Tipp: Entfernen Sie das Abdeck-Klebeband, bevor die Farbe richtig trocken ist. Sonst besteht die Gefahr, dass Sie auch Farbstückchen mit abziehen.

Gegenstände schützen: Schützen Sie bei allen Malerarbeiten Ihre Böden, Teppiche und Möbel, aber auch Fenster und Türen, vor Farbspritzern mit Abdeckfolien bzw. -papier. Befestigen Sie es dort mit Kreppband. Teppiche und Möbel am besten aus dem Raum bringen, wenn Sie die Möglichkeit dazu haben. Größere Schränke verrücken Sie, Transportrollen leisten da gute Dienste und anschließend alles mit Abdeckfolie gut abdecken. Übergänge zu Türen, Fenster und Fliesen kleben Sie mit Kreppband ab.

Beim Streichen von Decken und Wänden benötigen Sie den Pinsel nur zum Ausmalen der Ecken. Verwenden Sie einen Flachpinsel. Besonders geeignet sind die langstieligen, abgewinkelten Heizkörperpinsel. Der Vater des Altbaumeisters nahm hierfür auch gerne einen großen Keulenpinsel. Die Wand wird von oben nach unten streifenweise nass in nass gerollt. Das heißt, jeden Bahn schließt an die andere Bahn an. Und das zeitnah, damit die Farbe nicht antrocknet. Tragen Sie die Farbe senkrecht auf und verteilen Sie sie dann gleichmäßig. So wird die Farbe richtig verteilt und eine gleichmässige Deckung erzielt. Immer oben beginnen, Rollen Sie die farbgetränkte Rolle am Abstreifgitter im Farbeimer ab. Nur so erreichen Sie einen gleichmässigen Farbauftrag. Dieses Gitter (Kunststoff oder Metall) sollte etwas schmaler als die Bodenbreite des Eimers sein, um nicht zu verkanten.

Mit modernen Farbsystem können Sie Ihre Räume bewusst gestalten:  Mit Farbe lassen sich auch besondere Effekte setzen.
Mit Farben kann man durchaus vieles mehr erreichen, als nur Wände frisch weiß zu streichen. Machen Sie Ihre Wohnung zu einem Lebenstraum, der individuell und persönlich gestaltet ist.

Harmonie oder Kontrast? Sie können harmonische, entspannende Farbkombinationen wählen, also Farben, die im Farbkreis eng beieinander liegen. Oder Sie wählen, wenn Sie spannungsvolle Kontraste lieben, Farben, die diese schaffen. Sie entstehen vor allem durch Komplementärfarben wie etwa Rot und Grün oder Blau und Gelb. Aber achten Sie darauf, dass Sie zur Grundfarbe mit der Gegenfarbe nur ganz vorsichtig Akzente zu setzen. Zu den kreativen Möglichkeiten, wie z.B. Struktur- und Reibeputz lesen Sie hier.

Profi Tipp
Wollen Sie hohe Wände oder Decken streichen, ohne dabei unbedingt auf eine Leiter steigen zu wollen, können Sie den Griff der Farbrolle mit einem verstellbaren Teleskop-Stiel verlängern.
Die Griffe haben dazu ein Innengewinde, in das Sie die Verlängerung schrauben. Aber auch ein ausgedienter Besenstiel leistet hier gute dienste.

Untergrund vorbereiten
Wenn Sie die Wände gut auf den neuen Anstrich vorbereiten, haben Sie schon fast alles richtig gemacht. Besonders, wenn Sie vorher alte Tapete entfernen haben. Machen Sie zuerst den Klebeband-Test: Klebestreifen gegen die Wand drücken und abziehen.
Bleibt Farbe haften, müssen Sie die Wand vor dem Neuanstrich abwaschen ggf. auch grundieren.
Die alten Tapeten oder wasserlöslichen Farben müssen entfernt werden. Farbe, sowie Kleister und Schmutzreste, mit deiner alten Quastbürste (Flächenstreichrepinsel) mit Wasser abwaschen
1.  Alte Tapeten mit einem Spachtel entfernen. Am besten mit Wasser (mit Spülmittel) 2-3 Stunden vorweichen lassen. Eine Quastbürste oder ein Wassersprüher leisten hier gute Dienste.
Nachdem die Tapete entfernt wurde, werden Risse und Löcher nass gemacht, dann halten Gips oder Spachtelmasse (Füllstoffe) besser.
Selbst kleinere Putzschäden lassen sich damit gut ausgleichen und glatt verspachteln. Jetzt die Flächen trocknen lassen. Danach mit 80er Schleifpapier grob überschleifen.
2. Fegen Sie Wand und Decke vor der Grundierung oder Anstrich mit einem Handbesen ab.
Staub und Putzkörnchen bleiben sonst in der Rolle hängen und verhindern einen gleichmäßigen Farbauftrag.
3. Damit die Anstriche oder poröse Wände einen guten Untergrund bilden und die neue Farbe gleichmäßig deckt, sollten Sie die Wand vor dem Streichen mit einem Flächenstreicher-Pinsel (Quastbürste tut es auch) kräftig grundieren. Hier eine handelsübliche Grundierung verwenden.
Tipp für kurze Pausen: Dann stellen Sie die den Farbroller einfach auf dem Deckel des Farbeimers ab. Das verhindert, dass die Rolle Staub oder Schmutz annimmt. Bei einer längeren Pause wickeln Sie die Rolle unbedingt luftdicht in Folie.

Mit Effekten gestalten

Mit Effekten gestalten
Was auch immer Sie sich vorstellen, ob kräftige Metallakzente oder mediterranes Flair, fast alles ist selbst machbar. Mit aufeinander abgestimmten Farbsystemen und -techniken können Sie sich das Umfeld schaffen, in dem Sie sich wohlfühlen. Ob Lasier-, Wisch-, Wickel oder Tupftechnik- es gibt viele Wege, Wände kreativ und wohnlich zu gestalten. Die Farben gibt es meist schon fertig in miteinander harmonierenden Tönen. Sie lassen sich, mit zum System gehörenden Abtönkonzentraten oder auch gemeinsam nutzen. Machen Sie immer einen Farbtest, um die richtige Abtönungen zu prüfen. Besondere Raumwirkung können Sie durch geschickten Einsatz von hellen und dunklen Farben erzielen. Streichen Sie Beispielsweise die Decke hell, wirkt der Raum höher. Geeignete Untergründe für alle Farben sind Raufasertapeten, alte Farbanstriche auf Dispersionsbasis und Gipskarton-Platten. Bereits nach sechs Stunden könne Sie den Raum dann wieder nutzen. Durchgetrocknet sind die Anstriche allerdings erst nach 2 – 3 Tagen.

Lasiertechnik: Streichen Sie die Wand zuerst mit Ihrem Grundfarbton. Zuerst einen seidenglänzenden Anstrich wählen . Dann im zweiten Farbton lasieren. Strukturieren Sie die frisch aufgetragenen Farbe mit einem feuchten Flächenstreichen. Diagonal, senkrecht oder in Bogenschwüngen.

Wickel- oder Rolltechnik: Tauchen Sie das gewickelte Tuch leicht in der Farbe ein und rollen Sie es auf der Wand ab. Dafür gibt es auch spezielle Roller.

Tupftechnik: Nehmen Sie einen zweiten Farbton mit dem Schwamm auf und tupfen die Farbe in der gewünschten Textur auf die gestrichene Wand.

Reibeputz aufbringen: Reibeputz mit der schräg gestellten Glättkelle von unten nach oben aufbringen und dann auf Kornstärke abziehen. Zuletzt mit dem Kunststoff-Glätter verreiben. Durch die Reiberichtung des Kunstoff-Glätters wird die Putzstruktur bestimmt. Sie können den Glätter auch waagerecht oder senkrecht führen. Der Putz wird zuerst geglättet , um eine gleichmäßige Schichtstärke zu erhalten. Beim Rollputz walzen Sie dann die Strukturen Bahn für Bahn in den noch frischen Putz. Tragen Sie nicht mehr Material auf, als Sie in etwa 15 Minuten bearbeiten könne. Sie können die Oberflächenstruktur z.B. mit einem Spachtel oder einer Kelle gestalten. Jedes Werkzeug (z.B. Glätter oder Zahnspachtel) schafft unterschiedliche  Strukturen.
Tipp: Üben Sie erst einmal auf dem Rest einer Gipskarton-Platte. Rustikale Flächenstrukturen erzeugen Sie mit einem Kreisholz oder einem Flächenpinsel. Die Werkzeuge werden dabei Kreis an Kreis im frisch aufgetragen Putz gedreht.

Altbau-Türen lackieren: Vorarbeit mit Acryl

Nach dem schleifen und grundieren kommt jetzt das Maler-Arcyl hinzu.
Die aufgestossenen Ränder der Kassettenfächer werden nun mit Acryl verschlossen.
Dabei auf einen gleichmässigen Auftrag vom Acryl achten.

Hier im Foto schön zu sehen: Unser Altbau-Experte beim korrekten auftragen der Acrylmasse aus der Kartuschenpistole.

Diese Arbeit in einem Arbeitsschritt erledigen. Und hier nicht trödeln, den noch bevor der Acryl abbindet und eine Haut bildet muss er am Ende noch mit einen Pinsel befeuchtet (Klares Wasser mit einen großzügigen Schuss Spülmittel) und mit dem Finger in der Fuge an geglättet werden. Überschüssiges Acryl mit einem sauberen Lappen aufnehmen. Nach dem aushärten (hier die Packungsbeilage beachten) kann der Acryl mit Lackfarbe überstrichen werden

Untermiete im Altbau

Fragen an den Altbaumeister: Untermiete

Ab wann darf ich meine Wohnung untervermieten?
Antwort: Ein Mieter darf einen Teil seiner  Wohnung untervermieten, wenn er überraschend in Geldnot gerät und deshalb die Miete nicht mehr zahlen kann.
Das entschied 2013 das Münchner Amtsgericht (AZ.: 422 C13968/13)

Was für verschiedene Arten der Untermiete gibt es?
Antwort: Hier unterscheidet man grundsätzlich zwei Arten: Erstens: man vermietet die ganze Wohnung unter und zieht aus.
Zweitens: man bleibt in der Wohnung und vermietet ein oder mehrere Zimmer.

Muss zwangsläufig auch mein Vermieter zustimmen?
Antwort: Ziehen Sie (auch nur vorübergehend) ganz aus der Wohnung aus, müssen Sie unbedingt ihren Vermieter um Erlaubnis fragen. Es steht ihrem Vermieter frei, ob er bei der Untervermietung zustimmt. Anders ist die Lage, wenn Sie nur einzelne Zimmer untervermieten. Dann müssen Sie den Vermieter genau genommen nur informieren. Wenn Ihre Beweggründe schlüssig und nachvollziehbar  sind, muss der Vermieter einen Untermieter in der Regel dulden. Gute Gründe sind z.B. Geldsorgen (nach Trennung, Jobverlust), Einzug einer Pflegekraft oder Haushaltshilfe bei Pflegebedarf und natürlich ein soziales Leben (Schutz vor der Einsamkeit).

Was muss ich denn nun beim Untermietertrag alles beachten?
Antwort: Im Vertrag sollte stehen, was die Wohnung alles beinhaltet, wie der Zustand der Möbel ist, welche Schlüssel übergeben wurden, ob Neben- und Reinigungskosten enthalten sind. Eine Kaution ist durchaus sinnvoll, denn bei Schäden an der Wohnung haften Sie gegenüber Ihrem Vermieter, egal wer Sie nun verursacht hat. Für Untermietverträge gilt die normale Kündigungsfrist (in der Regel drei Monate und das auch, wenn Ihr Untermieter plötzlich nervt).

Wie viel Miete darf ich nehmen?
Antwort: Grundsätzlich können Sie verlangen, was der Markt hergibt. Zahlen Sie für Ihre Wohnung allerdings 300,-€ und vermieten Sie für 1000,-€, könnte das unter Mietwucher fallen – und ist gesetzlich verboten. Machen mit der Untermiete Gewinn, müssen Sie ihn versteuern. Die Einnahmen müssen Sie dann in der Anlage V Ihrer Steuererklärung angeben.

Frage an den Altbaumeister: Wie ist das mit der Versicherung?
Antwort: Verlangen Sie von Ihrem Untermieter eine ausreichend hohe Haftpflichtversicherung.
Sie springt bei Schäden gegenüber Dritten ein, wenn z.B. Wasser durch die Treppe tropft.
Zudem sollte Sie eine Hausrat- oder Sachversicherung abschliessen.

Darf der Vermieter die Untervermietung ablehnen?
Antwort: Ja. Allerdings nur, wenn er aus guten, nachvollziehbaren Gründen etwas gegen den Untermieter hat. Also, wenn der Untermieter ein bekannter Straftäter oder dem Vermieter unangenehm bekannt wäre. Als Beispiel.

Ab wann gelten meine Besucher als Untermieter?
Antwort: Ungefähre Faustregel: Nach rund sechs Wochen beginnt ein Untermietverhältnis. Zumindest kann dann nicht mehr von Besuch gesprochen werden.
Einzige Ausnahme: Ihre Eltern oder Ihre Kinder dürfen Sie immer aufnehmen. Sie gelten nicht als Untermieter. Bleibt ein Freund oder ein Geschwisterteil länger in Ihrer Wohnung, hängt es auch davon ab, ob Sie noch an anderer Stelle gemeldet sind (keine Untermiete) oder Einrichtungsgegenstände mitgebracht haben (dann spricht man von Untermiete)

Kann etwas passieren, wenn ich einfach ohne jede Zustimmung untervermiete?
Antwort: Natürlich. Der Vermieter kann Sie auffordern, Ihrem Untermieter wegen Vertragswidrigkeit sofort zu kündigen.
Wenn Sie das nicht tun, kann er auch zu letzt Ihnen kündigen.

Tipp: Und zu guter letzt sollte man sich noch auf ein paar feste Regeln einigen.
So in der Art: Das letzte Bier im Kühlschrank ist heilig, keine Wäsche mehr ab 20:00 Uhr, etc.. Also eine Art Hausordnung, die natürlich mit der bestehenden Hausordnung des Vermieters nicht kollidieren darf 🙂
Aber das versteht sich in der Regel ja von selbst, obwohl auch selbstverständliches vorher angesprochen werden sollte

Altbau-Türen lackieren

Die Türen werden immer zusammen mit den Türzargen beziehungsweise mit den Tür-Beleibungen lackiert. Hierzu sind ein paar wichtige Vorarbeiten nötig. Zuerst werden die Flächen und Möbel um die Türen mit Folie oder Papier abgeklebt. Wenn möglich, die Möbel und Teppiche aus den Zimmern entfernen, meist müssen zu den Türen ja auch die Fenster und Fußleisten mit lackiert werden. Aber wir bleiben vorerst bei den Türen.

Jetzt, wo alles sorgfältig abgeklebt ist, werden die Türen mit 80er (körnigen) Schleifpapier glatt abgeschliffen. Hier kann man ruhig einen Schwingschleifer zur Hilfe nehmen. Aber auf den Schleifstaub achten! Am besten einen Staubsauger an den Schwingschleifer anschliessen. Nach der Entfernung von alten Farbnasen und Farbgardinen (mehrere Farbnasen nebeneinander) sollte man die ganzen Türblätter nochmals mit einem 120er Schleifpapier nachgearbeitet. An den Kassetten-Rändern nicht vergessen mit einem scharfen Malerspachtel die Spannungsrisse aufzustossen und auskratzen.

Anschliessend wird mit Lackspachtel, der Altbau-Experte (hier im Foto) nimmt hier gerne einen 2 Komponenten Spachtel (der wird zwar schneller hart, aber das soll er ja auch), die ganze Tür fein gespachtelt. Wichtig ist hierbei, dass die Spalten der Türsteck-Elemente gut gespachtelt werden. Danach den Lackspachtel gut aushärten lassen. Hier macht sich die Verwendung des 2 Komponenten-Spachtels bezahlt: der Spachtel ist nach wenigen Minuten komplett ausgehärtet. Die Türblätter werden jetzt nochmals abgeschliffen, diesmal mit 240er Schleifpapier.

Jetzt kommt Acryl ins Spiel. Die aufgestossenen Ränder der Kassettenfächer werden nun mit Acryl verschlossen. Dabei auf einen gleichmässigen Auftrag vom Acryl achten. Diese Arbeit in einem Arbeitsschritt erledigen. Und hier nicht trödeln, den noch bevor der Acryl abbindet muss er am Ende noch mit einen Pinsel befeuchtet (Klares Wasser mit einen großzügigen Schuss Spülmittel) und dann mit dem Finger in der Fuge angeglättet werden. Überschüssiges Acryl mit einem sauberen Lappen aufnehmen.

Der Vorlack. Meist hat der Vorlack mehr Pigmente (deckt also besser ab) und enthält mehr Füllstoffe als der Schlusslack. Es gibt verschiedene Arten von Vorlacken, zum Beispiel Lacke auf Nitro-, Öl-, oder Wasserbasis. Aromatenfrei, wasserlöslich oder nur zum verfüllen, wie beim Autolackieren üblich (hier heißt der Vorlack sinnigerweise auch gleich „Füller“). Nach dem vollständigen Vorlackieren der Türblätter und der Türzargen mindestens 12 Stunden aushärten lassen.

Der Schlusslack. Nochmals die glatten Flächen der Türblätter und Türzargen mit 240er Schleifpapier (diesmal ganz vorsichtig mit der Hand) leicht abschleifen. Nicht zu stark, um den Vorlack nicht wider zu entfernen, aber konsequent genug um etwaige Unebenheiten zu beseitigen. Jetzt den Schlusslack auftragen. Gleichmässig in langen, fließenden Bewegungen. Der Vater des Altbaumeisters hat hier noch einen kleinen Tipp gehabt: Immer die Türinnenseite der Toilette besonders sorgfältig streichen, hier wird oft sehr lange raufgeschaut 🙂

Trockenbau

Der Ausbau mit Gipsplatten und Gipsfaserplatten steht heute auf ein Verarbeitung technisch sehr hohem Niveau. Um die aus um Ausführungsfehler zu vermeiden um beim Ausbau mit diesen Systemen hinsichtlicher baulicher Bedingungen empfiehlt sich hier einige Sachen zu beachten.

1. Lagerung: Die Gipsplatten und Zubehör sind vor Feuchtigkeitseinwirkung zu schützen. Gipsprodukte sind grundsätzlich trocken zu lagern.
Um die Vermeidung von Brüchen und Verformung zu vermeiden, sollten man die Platten eben lagern zum Beispiel auf Paletten.

2.Klima: Zu beachten sind auch die bauklimatischen Bedingungen, Gipsplatten und Gipsfaserplatten sollten nicht  bei andauernder Luftfeuchtigkeit von mehr als 80 % (relativ) im Gebäude durchgeführt werden. Auch noch nach der Montage sollten Gipsplatten und Gipsfaserplatten keiner Feuchtigkeit ausgesetzt sein.

Hinweis: Es muss immer für ausreichende Be- und Entlüftung gesorgt sein. Gerade bei Putz- und Estricharbeiten kann es zu einer drastischen Zunahme von Luftfeuchtigkeit kommen. Auch ist das schockartige Heizen oder das direkte anblasen mit Heissluftgebläse auf jeden Fall zu vermeiden, um Risse und Fugendehnungen zu verhindern.

Interview: Türen restaurieren

Interview mit dem Altbaumeister:
Über die Altbautür

Wohnungsbesitzer an den Altbaumeister: Hey Jochen, du hast doch damals schon bei deinem Vater Altbau-Sanierung gelernt und von ihm du hast da ja viele Tipps und Ticks. Ich finde meine Tür jetzt hier an dieser Stelle, die ist zwar hundert Jahre alt, aber irgendwie finde ich es unschön, dass die hier so viele Risse hat.
Ist diese Tür irgendwie damals schlecht gemacht worden, oder was ist da los?

Altbaumeister: Das sieht auf dem ersten Blick so so aus, wenn du vielleicht einmal hier genauer guckst… Aber hier diese Risse, dass sind sogenannte Spannungsrisse. Spannungsrisse entstehen durch die Verschiedenartigkeit von der Temperatur von verschiedenen Stärken Holz, dieses Holz in der Innenraute hier ist sehr dünn, dieses am Rand wieder sehr dick, dadurch entstehen hier verschiedene Spannungen. Dadurch reisst dieser Lack an den Rändern. Der Lack ist aber in sich sehr, sehr glatt, dass bedeutet dieser Lack wurde im wahrscheinlich im waagerechten verarbeitet. Das heisst, eine Seite wird auf eine Konstruktion gelegt, bis es waagerecht wurde, so dass der Lack auf gar keinen Fall verlaufen konnte. Es gibt überhaupt keine einzige Lacknase auf dieser Tür.
Das zweite das sofort auffällt, ist diese geriffelte Glaskante bei den Fenstergläsern. Normalerweise ist es so, dass diese geriffelte Glaskante ganz viel Lack beinhaltet, durch häufiges über lackieren. Aber dieser Lack ist hier nirgendwo zu sehen. Das heisst dieser Lack wurde aufgetragen, als die Tür nicht lag, es gab also defacto einen Arbeitsschritt mehr. Einige Faktoren deuten darauf hin, dass diese Tür mindestens drei oder vier Arbeitsschritte mehr hat, als normale Türen heutzutage. Damit ist diese Tür meiner Meinung nach sehr gut lackiert und durchaus wertvoller als normale Türen. Der Fensterkitt schlägt normalerweise sehr stark durch, hier nicht. Das bedeutet hier wurde mindestens zwei bis dreimal lackiert.

Wohnungsbesitzer: Also sagst Du, obwohl sie Risse hat und ich sie nicht mehr so toll finde, für eine hundertjährige Tür ist es einfach perfekt lackiert worden?

Altbaumeister: Ja

Wohnungsbesitzer: Was würde heute solch eine Tür kosten?

Altbaumeister: Durchaus dreistellig..

Wohnungsbesitzer: Dreistellig für eine Tür?

Altbaumeister: Ja. Diese Tür mit diesem Glas kostet ungefähr Dreihundertundachtzig Euro. Eine Platte dieses Glas wird so nicht wieder hergestellt das, dass muss separat bestellt werden. Alleine diese Beschläge… Also wenn jemand schon einmal diese Beschläge auf dem Flohmarkt gesehen hat wird er wissen, dass diese Beschläge schon zwischen Einhundertundsechzig bis Zweihundert Euro kosten.

Wohnungsbesitzer: So was würde, wenn ich jetzt ich einen Lackierer dran setzen würde, bitte mach mir diese ganzen Risse und würde sagen, bitte mach mir diese ganzen Risse weg. Würdest du mir das empfehlen?

Altbaumeister: Ja. Ich würde empfehlen diese Risse einzustossen mit einem Spachtel, einmal ganz kurz mit Acryl verfüllt und nur diese Fläche dann neu lackieren.

Wohnungsbesitzer: Also nur das Stück da, gibt es da keine Farbprobleme?

Altbaumeister: Möglich, besser komplett streichen, da die Beschichtung der Tür insgesamt und gleichmässig sein muss. Das bedeutet die gesamte Tür muss abgeschliffen werden. Die Beschläge müssen ab und die Tür muss hingelegt werden und mit einem Schwingschleifer muss die gesamte Fläche abgeschliffen werden. Spachtel, schleifen, noch mal spachteln, schleifen, dann muss es zweimal lackiert werden. Ich würde für eine Tür mit diesem Aufwand Zweihundertundachtzig bis Dreihundertundsechzig Euro nehmen, pro Seite.

Wohnungsbesitzer: Nur Renovierung?

Altbaumeister: Nur Wiederherstellung!

Wohnungsbesitzer: OK. Sieht sie dann wieder aus wie neu, oder sieht sie dann aus wie alt aber gut saniert?

Altbaumeister: Sie sie dann aus wie jetzt, aber ohne diese Risse.

Wohnungsbesitzer: OK, dann ist sie ja aber eigentlich ganz gut.

Altbaumeister: Genau, mehr erreicht man bei so einer Tür nicht. Mehr bekommst du nicht, du bekommst nicht eine neue Tür, du bekommst diese Tür nur wieder hergestellt. Und wenn du damit leben kannst, dann lebe mit diesem Riss. 🙂

Wohnungsbesitzer: Weil einhundert Jahre sind einhundert Jahre

Altbaumeister: Hundert Jahre sind hundert Jahre. Genau :-))

Wohnungsbesitzer: Und wenn ich es ganz perfekt haben wollte, wenn ich jetzt sage  ich möchte das Ding wie damals, was muss ich dann bezahlen?

Altbaumeister:  Also, wie damals ist schwierig, weil man damals natürlich auch die Türen so gelassen hat wie sie waren. Natürlich auch in Natur gelassen.Das würde bedeuten, dass man diese Türen komplett vom Lack befreien müsste.

Wohnungsbesitzer: Das heisst die Türen sind dann also nicht mehr weiss sondern Holz?

Altbaumeister: Sie waren naturfarben und wurden dann mit einer Lasur bestrichen, so wie man heute einen Gartenzaun/Jägerzaun bestreichen würde, mit einem Leinöl oder mit einem Klarlack. Jede dieser Schicht hat sich in dieses Holz mit eingearbeitet. Es gab früher Klavierlacke, es gibt Lacke auf Nitro Basis. Und heute arbeitet man Acryllacken auf Wasserbasis. Die vertragen sich nicht unbedingt mit mit diesen glatten Lacken. Unterschiedlich dick.

Wohnungsbesitzer: Das heisst aber, wenn ich jetzt den Lack da runter holen würde, um meine alte Tür neu zu sanieren, wäre wahrscheinlich, dass da irgendwas ins nackte Holz eingedrungen ist und es gar nicht mehr so aussieht wie früher?

Altbaumeister: Durchaus. Es gibt zwei Möglichkeiten.
Die eine, diese Tür in ein Bad von Beize zu legen. Diese Tür ist zusammen gesteckt worden, also verschieden Holzelemente verbinden diese Tür, wenn man diese Tür mit verschiedenen Elementen in ein Bad von Beize gibt, zerfällt diese Tür möglicherweise. Weil die Leime von früher nicht mehr halten.
Die zweite Möglichkeit ist, diese Tür abzubrennen, mit einem Heissbrenner oder Bunsenbrenner. Dann wird der Lack so heiss gemacht, dass er sich leicht löst vom Untergrund und dann wird er abgekratzt. Beide Möglichkeiten sind aber teuer und arbeitsintensiv.

Wohnungsbesitzer: Und wahrscheinlich auch das ganz alte, wie es ganz früher einmal war, ist wohl nicht mehr herstellbar? Die Behandlung oder dieses beizen durch diese ganzen Säuren sehr aufwendig?

Altbaumeister: Wenn jemand die Zeit hat und Lust an dieser Arbeit hat, ist es sicher eine grosse Freude. Doch das sollte man einem Fachbetrieb überlassen.

Wohnungsbesitzer: Und du als Altbaufreak und als Spezialist für Altbau und auch Fan von originalgetreuen Geschichten. Was würdest du sagen, würde es kosten, wenn man mit normalen Handwerkern diese Tür in den alten Zustand versetzt. Hast du irgendein Gefühl?

Altbaumeister: Es gibt bestimmt neue Türen, die sie in der gleichen Form anbieten, in einer anderen Holzart. Vor allem, was man dieser Tür nicht sehen kann, aus welchem Material sie damals geschaffen wurde. Dadurch, dass diese Tür nach wie vor in einer geraden Linie steht muss man sagen, dass es wahrscheinlich sehr gut abgelagertes Holz sein muss. Diese Art von Türen, die sich Hundert Jahre lang gehalten hat, hat eine ablagerte Holzfunktion, so dass sie sich nicht mehr verändert kann. Das dieses Holz schon eine Wertigkeit hat, die vom Materialpreis nicht unter Sechshundert bis Siebenhundert Euro zu suchen ist.

Wohnungsbesitzer: Das heisst, Holz ohne Verarbeitung?

Altbaumeister: Dieses Holz bekommt man nicht mehr, dieses Holz muss mindestens zwanzig Jahrelang abgehangen sein, um diese Spannungswertigkeit herzustellen, so dass sie sich nicht mehr verändert.

Wohnungsbesitzer:  Also ist diese Tür eigentlich so wertvoll, wie ein alter Bugatti, eben wo man sagt, der ist Handgeklöppelt worden ist damals?

Altbaumeister: Mit diesen Beschlägen und mit diesen Scheiben und vor allem mit der Passform , klar 🙂

Wohnungsbesitzer: Weil dieses Spaltmass von oben bis unten sich nicht verändert hat?

Altbaumeister: Das verändert sich immer ein kleines bisschen. Wenn wir hier links schauen, am Fussboden dann liegt hier das Spaltmass bei 0,8 mm, während ich hier oben schon 2,6 mm habe. Das Spaltmass verändert sich im laufe der Jahrzehnte durchaus ein wenig…

Wohnungsbesitzer: Aber sie funktioniert und ist Hundert Jahre alt und sie hat ein vernünftiges Holz.

Altbaumeister: Sie ist nicht mehr so auf dem Markt zu bekommen.
Ausser vielleicht, die Wohnung wird aufgegeben und Firmen, die sich nur darauf spezialisiert haben dieses Holz wieder aufzuarbeiten, kaufen sie auf….

Wohnungsbesitzer: Um sie dann teuer wieder zu verkaufen?

Altbaumeister: Klar. Um sie dann  teuer, aber aufgearbeitet, wieder zu verkaufen

Wohnungsbesitzer: Also haben wir hier eigentlich einen Royce Royce oder einen alten Bugatti, der super gepflegt ist, aber nicht mehr ganz perfekt ist?
Sag, was könnte man machen, aber nicht übertreiben, um sie wieder voll zu sanieren?

Altbaumeister: Ich könnte mir vorstellen, das man hier ein Stück bei diesen Riss hier mit einem Spachtel aufstösst, aber das würde den Schaden nur vergrössern. Ich würde es so lassen, bis ich die gesamte Renovierung im Auge habe.

Wohnungsbesitzer: Und wenn jetzt Geld gar keine Rolle spielen würde, dann würdest du sagen voll Sanierung? Beizen oder Abbrennen?

Altbaumeister: Ich würde diese Tür einem Handwerksbetrieb übergeben für eine Zeitraum X und sie in dieser Form wieder bekommen ohne diesen Riss.

Wohnungsbesitzer: Danke für das Gespräch.

Hof fegen ist angesagt…

…und wenn das Gerüst endlich weg ist: einer muss fegen.

Leider ist es nicht bei jeder Firma üblich, eine Baustelle möglichst so zu hinterlassen, wie man sie einst vorgefunden hat. Das ist in der Regel ja auch gar nicht möglich, weil es ja eben auch eine Baustelle war und es meiste vorher schlimmer aussah, als hinterher.
Keinem Maler würde es einfallen, seine Plasikplanen oder Reste vom Abklebeband an der Baustelle zurück zulassen, kein Klempner lässt Rohre oder Schrauben liegen.

Allerdings beissen den letzten bekanntlich ja immer die Hunde.

So ist es wohl bei den Gerüstbauern auch. Erlebt habe ich dies, als nach einer Fassaden- und Balkonsanierung das Gerüst abgebaut wurde. Und die Gerüstbauer ihr Gerüst abgebaut und weggefahren waren, sah die Strasse schlimm aus. Und weil es nun einer tun musste, legte der Altbaumeister selber Hand an (wie man auf dem Foto schön sehen kann).

Balkonsanierung

Eine gute Balkonentwässerung hält den Balkon in Schuss
Durch Witterungseinflüsse wie Schnee und Regen kann ein  Balkon Schaden nehmen. Dabei setzt ihm vor allem die Feuchtigkeit in Form von stehendem Wasser zu, Pfützen und verstopfte Abläufe inklusive! Schutz bietet hier nur eine wirklich funktionierende Balkonentwässerung, die man regelmässig reinigen muss. Wie bei einer Regenrinne. Eine Regenrinne kann für eine ausreichende Balkonentwässerung nicht genug sein. Hier müssen Seitenprofilen angebracht werden, um den Balkon zusätzlich vor Regen der mit starkem Wind angetragen wird zu schützen. Fehlt dem Balkon eine Balkonentwässerung oder ist diese nicht ordentlich ausgeführt, kann der Balkon langfristig durch stehendes Wasser in Mitleidenschaft gezogen werden. Unebenheiten im Boden, abgeplatzten Fliesen sowie unschöne Schmutzbahnen an der Fassade sind sichtbare Anzeichen. Doch auch im Inneren des Balkons setzen sich die Schäden fort und können langfristig zu einem Sicherheitsrisiko werden. Ernstzunehmende Hinweise auf eine Beeinträchtigung der tragenden Konstruktion können Risse in der Bodenplatte oder bröckelnder Beton, beziehungsweise Zement sein.

Die Möglichkeiten der Balkonentwässerung
Damit es gar nicht erst so weit kommt, muss der Balkon vor anhaltender Befeuchtung geschützt werden. Für die Balkonentwässerung kommen verschiedene Möglichkeiten in Frage. Voraussetzung ist jedoch in jedem Fall ein ausreichendes Gefälle. Dies ist zwingend erforderlich. Die einfachste Möglichkeit ist die Montage von Abtropfprofilen an der Unterseite des Balkons. Das Wasser fließt über den Rand der Balkonfläche, wird an diesem Profil entlang geleitet und tropft nach unten. Bei kleineren Balkonen genügt meist ein einfacher Bodenablauf an der niedrigsten Stelle des Gefälles, durch den das Wasser in ein kleines Fallrohr geführt wird.  Ist diese bei älteren Balkonen meist nicht vorhanden, bietet der Fachhandel nachträglich zu montierenden Regenrinnen für den Balkon an.  Auch dabei wird das Wasser durch die Rinne zu einem Fallrohr geleitet. Aber hier gilt: Immer einen Fachmann zu rate ziehen.
Damit weder Schmutz noch Laub die Rinne verstopfen, sollte diese regelmäßig gereinigt werden.

Funktionierende Entwässerung geht nur mit Gefälle
Hat der Balkon nicht das erforderliche Gefälle von ein bis zwei bis ungefähr drei Prozent, um den Regen ablaufen zu lassen, kann dieses nachträglich geschaffen werden, indem man einen Gefälleestrich verlegt. Auf diesen kommt eine wasserundurchlässige Abdichtungsschicht. Der eigentliche Balkonfußboden kann anschließend mit Fliesen aus Keramik oder auch Holz gestaltet werden. Oder eine 2-Komponenten Fußbodenfarbe. Zusätzlich lohnt sich noch die Montage von Randprofilen, die eine Durchfeuchtung der Balkonplatte durch starken Schlagregen verhindern.

Firma Weidenbecher Hamburg und Umgebung

www.weidenbecher.net

Sehr netter Kontakt 🙂

Und die Firma, die in meiner Wohnung die komplette Heizungsanlage gebaut hat!
Auch der Notdienst am Wochenende ist vorbildlich. Ich habe bei allen Problemen hier immer ein offenes Ohr gefunden und auf den Baustellen nur sachkundiges und kompetentes Personal angetroffen. Diese Firma kann ich wirklich weiterempfehlen.

Die Geschichte des Altbaumeisters

Mit dem Altbaumeister Senior (hier im Foto), der Herr mir dem Fahrrad, hat alles begonnen. Der Autor (der erste Sohn des Altbaumeister Senior) ist der Knirps im Anhänger und bewohnt nunmehr seit 1976 eine knapp 80qm große Wohnung in einem Altbau (von 1903) im Stadtteil Eppendorf in Hamburg. Die Wohnung hatte zum Einzugstermin ’76 noch Ofenheizung, wurde später mit Nachtspeicher-Öfen ausgestattet und verfügt jetzt über eine eigene Warmwasserheizungsanlage mit einer Gastherme. Sehr praktisch. Der Fußboden aus Pitch Pine wurde 1994 komplett geschliffen und mit wasserlöslichen Lack versiegelt. Die Fenster wurden 1998 gegen moderne Isoglasfenster ausgetauscht, allerdings aus Holz mit den ursprünglichen Fensterstreben. Die Außenfassade wurde in der Zeit seit 1976 insgesamt dreimal neu gestrichen, zuletzt 2012. In diesem Jahr wurden auch die Balkone der Frontseite restauriert. Und es bleibt eine der schönsten Baustellen der Welt. Es gibt immer etwas zu schrauben, auszutauschen und zu streichen…

Schimmelkiller Chlorbleiche

Eines der unangenehmsten Gewächse, die sich bei mangelnder und schlechter Belüftung von Räumen bildet, ist der Schimmelpilz. Dieser kann in Ecken oder an Mauersimsen genauso entstehen, wie großflächig an Decken oder Wänden. Hier ist meist der Schimmelpilz schon tief eingedrungen.

Hier hilft nach Auskunft von unserem Experten  Chlorbleiche.

Diese wird mit einer Pumpspayflasche auf die Wand oder Decke gesprüht. Aber Achtung. Chlor ist ein ätzendes Gift. Diese Arbeiten immer von einen Fachmann (z. B. Maler/Lackierer) ausführen lassen. Bei dieser Art von Arbeit muss besonders viel Aufmerksamkeit der Fußbodenabdeckung durch geeignete Folien gerichtet sein. Hier können sonst Verfärbungen oder Flecken entstehen.
Aber die Ergebnisse können sich sehen lassen. Da die Chlorbleiche nicht nur den Schimmel killt, sondern eben auch bleicht, ist die Decke oder Wand nach der Behandlung meist schön weiß. Ausreichend lüften und voila – Schimmel weg, Wand/ Decke wieder weiß.